Haus im Haus bzw. unter Glas oder im Gewächshaus

Eine interessante Variante alternativer Häuser beschäftigt sich mit getrenntem Aufbau von Hülle und Innenhaus. Z.B. außen ein Glashaus / Gewächshaus als Wind- und Wasserschutz und innen ein wärmegedämmtes selbständiges Haus. Alternativ ein Wintergarten integriert in das Haus.

Eine andere Möglichkeit ist eine Scheune, in die man ein Wohnhaus baut. Auch sowas gibt es bereits. Die Gründe für die jeweilige Bauform mögen sehr unterschiedlich sein. Schauen wir uns mal Beispiele an!

 

Hegemonietempel Berlin

Heute im Radio hörte ich von dem Künstlerprojekt "Hegemonietempel" in Berlin. Die Gründe hier für ein Gewächshaus waren künstlerischer Art, von "größtmöglichem Fremdkörper" ist die Rede. Das Haus bzw. die 2 Räume innen sehen nicht besonders gut wärmegedämmt aus. Das kann unangenehm werden. Die Sonne heizt sowas sehr schnell auf.

 

Haus im Glashaus

Etwas größer dagegen ist diese Einfamilienhaus in Ehlscheid, oder https://www.youtube.com/watch?v=CnjYX44AZZI das in ein Glashaus gebaut wurde. Hier war der Wunsch, jeden Tag im T-Shirt rumlaufen zu können. So wurden Haus und Garten in ein gläsernes Haus gebaut. Das Innenhaus hat eine sehr starke Wärmedämmung aus Holzfaserplatten, ist aber nicht wasserfest. 

Ähnliches Haus in Mendingen https://www.youtube.com/watch?v=qnH1rGZIyNg

 

Bed by Night Hannover

Ein Mischprojekt ist das Bed-by-Night in Hannover, dass als Obdachlosenheim genutzt wird. Es sind tatsächlich Raummodule (wasserdicht und gedämmt), die von einem Glashaus (aus Glasstegplatten) umgeben sind, das sie teilweise durchbrechen. So haben die Obdachlosen jeweils einen eigenen Raum und können sich im umglasten Gesamtraum treffen. Ziel war es, den Obdachlosen nicht das Gefühl zu geben, in einem festen Haus zu leben sondern noch immer provisorisch fast wie unter freiem Himmel.

 

Fawood Childrens Centre London

Etwas Ähnlichkeit hat damit das Fawood Childrens Centre oder http://www.arcspace.com/features/alsop-architects/fawood-childrens-centre-/ in London aus Seecontainern und einem Zelt. Hier gibt es keine luftdichte Hülle sondern nur ein Dach als Regenschutz und Wände als Umzäunung. Der Innenbereich hat also wetterabhängige Temperaturen, wird aber nicht naß.
Die Idee dahinter ist mir nicht klar, außer dass mehrfach gesagt wird, es sei preiswert gewesen. Es müßte eigentlich ein Projekt sein, dass aus sehr freier Sicht der Kinder und Erzieher entstanden ist.

Ähnlich mutet das "Greyhound" CVJM Jugendzentrum in Neuss an, dass Raummodule (keine Seecontainer) in einer alten Lagerhalle am Hafen einsetzt: http://www.neuss.de/tourismus/veranstaltungsorte/bildmaterial/greyhound.jpg

 

Akademie Mont Cenis in Herne

Ein dagegen gigantisches, futuristisches Haus ist die Akademie Mont-Cenis oder http://www.werkstatt-stadt.de/de/projekte/30/ in Herne. Es ist wie eine kleine Stadt unter Glas, beherbergt Hotelräume, Schulungsräume, Gastronomie, Bürgerzentrum mit Stadtteilrathaus, Bibliothek und Bürgersaal in mediterraner Atmosphäre. Man hat einen alten Zechenstandpunkt in etwas super modernes umgewandelt.

 

Bio-Solar-Haus

Sehr ähnlich sind diese standartisierten Bio-Solar-Häuser. Sie haben eine Außenhülle und eine dampfdurchlässige Innenhülle. Beide Hüllen sind allerdings sehr nah zusammen, weshalb ein bestimmter Bereich als Wintergarten fest mit ins Konzept einbezogen ist. https://www.youtube.com/watch?v=R-dfG7K65O4 Solarthermie ist ebenso fest mit eingebunden.

 

Häuser in Scheunen

Ähnlich aber doch ganz anders sind Häuser in bestehenden Gebäuden z.B. Scheunen. Hier ein rel. großes Haus in einer denkmalgeschützen Scheune im Odenwald. Ein Abriß und Neubau war nicht möglich. Ein weiteres Beispiel ein Haus in einer Scheune in Viersen.

Werksbüros in bestehenden Hallen sind ganz ähnlich: http://www.baulinks.de/webplugin/2013/2221.php4

 

Meine Geschmack ist je eher einfach und pragmatisch. Das heißt, Raummodule in ein bestehendes Gewächshaus / Halle zu schieben, wäre nach meinem Geschmack.

Raummodule aus Holz im Seniorenwohnhaus Hallein Salzburg

Es gibt mittlerweile rel. viele Gebäude, die aus Raummodulen gebaut werden. Im privaten Bereich habe ich in Deutschland bisher so gut wie nichts gefunden, aber im Bereich Kindertagesstätten, und Schulen ist es gängig.

Hier ein Neubau eines Seniorenwohnhauses in Hallein in Salzburg. Wohl wegen der südlichen Lage hat man Holz (Brettsperrholz) als Material genommen. Kurze Bauzeit und wenig Lärm waren die Vorteile.

Link1
Link2

 

 

Haus aus Seecontainern im Wohngebiet

Die Tage stolperte ich mal wieder über einen Artikel, ein Projekt bzw. "Haus" aus Secontainern von Patrick Partouche. Das witzige ist, dass der Bauherr ein Dach und eine Fassadenverkleidung angedeutet hat, wahrscheinlich, weil dies in dem Baugebiet so vorgeschrieben ist.

Wenn man das sieht, es ist skurril aber nicht besonders einladend von außen. Die Baukosten dürften auch nicht unter denen von Raummodulen oder anderem Fertigbau liegen. Die technischen Hürden dürften aber nicht so ohne sein. Es gibt Verbindungen zwischen den Räumen und den Etagen. Hier sieht man den Umbau eines Seecontainers durch einen Fachmann und die Problematik des Kondeswassers.

Was bleibt ist also die Skurrilität. Wenn demnächst mehr von den Dingern sich daneben ansiedeln, ist es fraglich, wie cool das dann noch ist.

Wärmetauscher statt Stoßlüften in Räumen

Stoßlüften ist das Zauberwort für  moderne Wohnungen. Man hat sich alles so abgedichtet, dass es keinen Luftaustausch git. Also wird die Luft immer feuchter und man muß sie in Abständen austauschen. Das fand ich ziemlich blöde und hatte mal nach kontrolliertem Lüften geschaut insbesondere nach diesem Gerät von Paul-Lüftungen Diesen Ventos 50 kann man einfach an die Außenwand anbringen und er belüftet einen Raum inkl. Wärmetauscher. D.h., die verbrauchte Luft geht raus aber die Wärme bleibt erhalten. Und dafür muß man nicht die Fenster aufmachen.

Auf der SHK-Messe in Essen habe ich mir dann dieses Teil und auch weitere Klimaanlagen angesehen.

Minimalistisches Arbeiten - Nur arbeiten macht nicht glücklich

Dieser Artikel "Nur arbeiten macht nicht glücklich" paßt gut zum Thema minimalistisches Wohnen, quasi minimalistisches arbeiten.

Wieso das ein 'Abstieg auf der Karriereleiter' sein soll, ist mir nicht klar. Ist die nur Linear nach oben? Das ist die gleiche Denkweise wie "größer ist besser". Moderne Leitern sind doch eher multifunktionale Plattformen. Das, was man sich als Wissen angeeignet hat, nimmt einem keiner.

 

Hotel in der Abwaserröhre in Bottrop - Künstlerprojekt

Uh, das Hotel in der Abwaserröhre in Bottrop ist echt nur für Künstler oder Neugierige. Selbst Obdachlose würde ich nicht so einquartieren, klar die kämen in einen Wohncontainer (solche Projekte gibt es tatsächlich in Hamburg und Hannover). Aber dennoch, es zeigt, wie man mit minimalem Aufwand eine kleine Herberge schaffen kann für Wanderer und vegetarische Regenwurmfreunde.

Wenn man das mit Wohncontainern machte, ginge der irdene Charm verlohren. Die sehen ja innen aus wie eine normale Wohnung und außen metallisch schlicht. Wäre also die Frage, wie man das so irden hinbekäme? Terracottaboden, Lehmwände, Holzdecke? Ggf. nach außen eine rauhe Holzfassade.

Minimalistisches Wohnen als Projekt

Ob auf den Philippinen oder in Deutschland, das Thema minimalistisches Wohnen beschäftigt Menschen praktisch oder phillosophisch.

Hier als Dionisos-Projekt, von dem ich im Radio hörte:

http://www.mt-online.de/magazin/journal/9550570_Philosoph_mit_Bauwagen_und_Handy.html

 http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/ugc/meinung/philosophimbauwagen100.html

Keine Ahnung, warum hier grade ein Bauwangen gewählt wurde. Vielleicht waren es Kindheitserinnerungen. Amerikaner bauen auch gerne Schulbusse um. Ich hätte 1-2 Raummodule (15-30m2) empfohlen mit guter Dämmung, WC usw.

Aber was mir gefiehl war, dass die Idee des Bewußtwerdens, des Aufwachens aufgegriffen wurde. Das hatte ich bei 3 Umzügen auch jedes Mal ;-)

Auch hier ein interessanter Artikel über Konsumverweigerung: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/konsumverweigerer-zweifel-am-model-vom-ewigen-wachstum-a-923964.html

Und hier ein paar Ideen zur Innenraumgestaltung:

http://m-in.org/tatami-mobel-der-minimalisten-151312/

http://m-in.org/wie-wenig-platz-braucht-man-zum-wohnen-27949/

Das Klapp- oder Schrankbett habe ich schon, ein Hochbett und darunter einen Schreibtisch oder Schränke wäre mir bei entsprechender Deckenhöhe lieber.

Eine "Singleküche" habe ich mir bei Ikea angesehen. Das baue ich lieber selber. Ein Bettsofa für Gäste ist immer wieder eine gute Idee. An Tatamimatten hatte ich noch nicht gedacht eher an einen Dielenboden.

Holzhaus im Stahlcontainer das Commod-Haus aus Österreich

Mal eine ganz andere Idee der Umsetzung modularer, transportfähiger Häuser.

 

 

Dieser Hersteller baut in Schiffscontainer Holzhäuser. D.h., der Innenausbau ist aus Holz, Lehm und Stroh und als Dämmstoff wohl eingeblasene Zellulose http://www.containme.de/commod-haus/

Aus Schiffscontainern werden Seitenteile und Türen entfernt, statisch werden Verstärkungen angebracht. Mir ist der Wandaufbau nicht ganz klar, aber die Stahlwand ist aus temperaturgründen laut Film hinterlüftet. Dann kommt wohl eine Dampfsperre, Zellulose, OSB-Platten, weiche Holzplatten und dann Lehmputz.

Eine ganz nette Idee mit Naturstoffen zu bauen und die Außenmaße unverändert zu lassen. So kann man das Haus später tatsächlich auf LKWs transportieren. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass die einzelnen Module mit Strom, Heizungswasser, Wasser, Abwasser usw. verbunden sind. Außerdem ist mindestens eine Seite oder sogar ein Teil des Daches offen. D.h. der Transport erfordert Vorarbeiten und eine temporäre Abdichtung der Öffnungen. Außerdem müßten die Möbel gesichert werden.

 

Die Idee, Innenwände aus Holz bzw. Stroh zu machen und die Oberflächen mit Lehmplatten statt Gipsplatten, hatte ich auch schon gehabt. In Witten hatte ich im Kneip-Verein einen Vortrag zum Thema Stohbau gehört: http://strohbau.org/

Dennoch erscheint mir das Bearbeiten der Schiffscontainer viel zu aufwändig, der Aufbau der Wand viel zu individuell. Da  freut sich der Hersteller über Handarbeiten, die er ausführen darf. Bürocontainer mit fertiger Außenwand und Lehmplatten von innen sollten für meine Projektidee um einiges billiger sein.

Frau Gerolds Garten in Zürich

Der Spiegel online hat einen Interessanten Artikel gehabt über ein gewerbliches Containerprojekt aus Schiffs-, Wohncontainern und Stahlbau "Frau Gerolds Garten" in Zürich.
 
Die Kernidee liegt bei der temporären Nutzung einer Brache. Es gibt Verkaufsräume, Gastronomie, Nutzgarten, Biergarten. Auf Bild 11 sieht man den bemalten Wohncontainer, die Toiletten. Auf Bild 12 der bekannte Eingangsturm. Ich bin mir recht sicher, dass das ganze sowohl in der Planung als auch im Betrieb ein Mordsaufwand ist. Dennoch ist es eine ganz ungewöhnliche Sache mit persönlicher Note. Wahrscheinlich müssen alle Containerprojekte so eine persönliche Note haben, sonst sind sie keins.
 
Man darf sich nicht täuschen lassen von der scheinbaren Einfachheit, das ist ja im wesentlichen der optische Effekt, die Container von außen unbehandelt und unverkleidet zu lassen. Sei sehen rostig aus, mit der typischen Bemalung.
Die Wärmedämmung ist mit Sicherheit nur minimal, so wie sie im gewerblichen Bereich für temporäre Bauten noch zulässig ist. Das ist technisch nichts für ein Wohnprojekt, aber insgesamt für ein größeres Projekt eine schöne Anregung.
 
Bild 16 zeigt den Boxpark in London. Eine temporäre Einkaufspassage, die ebenso mit der Idee von Schiffscontainern spielt. Hier ist aber deutlich mehr Verkleidung und wohl auch Wärmedämmung zu sehen.

 

Minimalistisches Wohnen - wieviel Platz braucht man eigentlich?

Hier fand ich einen interessanten Artikel zum Thema minimalistisches Wohnen Matt lebt auf den Phillipinen und ist generell an Architektur aus Schiffscontainern interessiert.

Das ist eines meiner Grundprobleme, die Frage nach der benötigten Größe des Hauses, der Räume, der Gemeinschaftsräume. Abstellflächen, Parkplatz usw. Wenn man ein Hausprojekt plant, gibt es einiges zu bedenken.

Typische StudentenWGs haben ca. 15m2 pro Student plus Gemeinschaftsräume. Beim betreuten Wohnen sind es ca. 30m2. Nach meiner Schätzung sind 30m2 plus 10m2 Gemeinschaftsräume plus Balkon jeweils pro Person ein sehr guter Wert für ein WG-Projekt. Man muß  auch bedenken, dass es fast keinen verschenkten Raum oder Flur gibt.

Manchen erscheint das dennoch wenig. Viele Menschen kommen aus 60-70 und mehr m2 großen Wohnungen und empfinden es als Abstieg, in eine kleinere Wohneinheit zu ziehen. Teilweise müssen sie etwas kleineres suchen, weil die Altersarmut droht, Hartz 4 usw. Wer also immer nur 'größer' gedacht hat, ähnlich wie beim Auto, der hat mit 'kleiner' ein Problem.

Ich persönlich habe nie groß gewohnt oder wenn ich tatsächlich 60m2 hatte, dann ein Zimmer unbenutzt gelassen und mich über die unnützen Nebenkosten geärgert. Diese Wohnung hatte auch noch einen ca. 7m2 großen Flur, unnützer geht es kaum. Das ist auch ein wichtiger Grund, warum ich maßgeschneidert neu bauen möchte.

Es ist wie immer. Hat man eine größere Wohnung, hat man mehr Müll rumstehen. Es ist ja Platz da. Muß man ausziehen, wundert man sich, wieviel man angesammelt hat. Ich hatte beim letzten Mal eine Reihe von Trimmdichgeräten von Ebay gekauft zu entsorgen. Das Theraband ist mir aber eh am liebsten.

Und noch ein Artikel über minimalistische Studentenwohnungen in München. Aber 25.000EUR pro 7m2-Einheit ist ein Hammer. Dafür kann man ja gleich konventionell bauen.

Temporäre Hochschule in Mülheim aus 840 Containern

Die Uni West in Mülheim Ruhr hatte Tag der offenen Tür und ich schaute sie mir mal von innen an. Sie ist aus 840 Wohncontainern gebaut für temporäre Nutzung. Das Blid zeigt nur einen sehr kleinen Teil.

Mehrere Gebäude stehen temporär in einem Industriegebiet mit einem eigenen Stromgenerator.

Es ist an alles gedacht, Mensa, Aufzüge, Büros, Höhrsäle, Parkplätze.

 

 

 

 

Die Wände haben ca. 5cm Dicke, das ist nicht geeignet für permanentes Wohnen. Die Böden sind nachgibig, wie ein Schwingboden. Der eine findet das gut, der andere denkt an zu billig renovierte Wohnungen mit zu dünnen Verlegeplatten.

Decken und Böden sind auf jeden Fall vertikal schalldurchlässig, wie mir Studenten berichteten. Im Obergeschoß sind Büros mit Klimatisierung.

Die Fenster sind groß und hell, teilweise bodentief. Durch die Modularität ergeben sich Spielräume wie Durchgänge, Abstufungen.

 

 

 

 

 

Spannend war die Frage, wie eine doppelte Deckenhöhe realisiert wurde. Z.B. in der Mensa sind einfach 2 Container aufeinandergestapelt mit fehlender Decke bzw. Boden. Das gibt sehr hohe Fenster, Platz für Belüftung und Atemluft.

Der Hygienebereich kann einfach mit Rollläden geschlossen werden.

Vergl. auch diesen Bericht aus der Zeitung

Lagepläne

Temporäre Verkaufscontainer mit schicker Gestaltung

 

Man sieht sie an vielen Bahnhöfen, die umgebaut werden als temporäre Verkaufscontainer. Hier in Düsseldorf am HbF sind es eher permanente Imbißbuden.

Dieser ist  von vorne kaum als Container zu erkennen. Die Seite ist mit einer Plane im Digitaldruck verkleidet. Vorne ein Sonnenschutz und oben drauf ein Werbeaufsatz.

 

 

 

 

 

 

 

 

 Von hinten ist es dann klarer zu sehen, es ist ein 3 x 6m Container mit Inneneinrichtung als Backstube / Imbiß. Fettabscheider ist nicht im Bild, liegt außerhalb neben dem Container. So kann man schnell einen gut aussehenden Verkaufsraum schaffen mitten auf dem Gehweg. Nur Strom und Wasser / Abwaser sind nötig. Daneben befindet sich ein weiterer Imbiß, der Gas aus Gasflaschen nutzt.

Wohncontainer auf Pontons - Wohnboote in Duisburgs Marina

Viele Leute denken, dass meine Ideen zum Wohncontainerhaus sehr extrem sind. Ich denke, sie sind extrem konsequent und pragmatisch.

Es geht alles noch extremer und bei Häusern auf Pontons, dachte auch ich zunächst, dass das noch die sehr ferne Zukunft ist.

Denkste! Ich hätte nie gedacht, dass sich schon so viele Beiträge im Internet mit Wohneinheiten auf Pontons beschäftigen. Das sind Wohnboote, nicht unbedingt Hausboote, die eher ein umgebautes Boot wären.

Die Wärmedämmung bei Hausbooten bzw. Kajütten in Booten ist immer ein sehr großes Problem. Wenn man einen gut gedämmten Container auf einen Ponton setzt ggf. noch mit Motor, dann hat man einen schönen Platz auf dem Wasser.

Hier auf dem Blog kann man lesen, wie viel Spaß das macht, auf einem Hausboot zu wohnen, seien es auch nur ein paar Tage. Das Gefühl, nah am Wasser zu sein, ist immer schön http://www.lohas-blog.de/2010/12/14/duisburgs-neue-wasserwelt-lohas-wohnen-auf-dem-hausboot/ Es ist natürlich blauäugig zu sagen, dass dadurch keine Fläche verbraucht wird. Natürlich wird Fläche - Wasserfläche verbraucht, sonst hätte man ja nicht ein Problem, einen Stellplatz zu finden. Was gemeint ist, ist wohl, dass nichts versiegelt wird und dass bisher noch ungenutzte Wasserflächen nun "benaut" werden. Man spricht hier auch von 'Nachverdichtung', wodurch klarer wird, dass wir in einen neuen Flächenkampf treten.

Ich habe mir im Duisburger Sportboothafen die beiden Wohnboote (neudeutsch Floating-Homes) angesehen:
http://www.duisburg.de/micro2/marina/marina/bereich1/Floating_Homes.php
http://www.innenhafen-portal.de/html/2010-12-09.html

 

Nicht schlecht, sehr einladend groß, 2 Etagen in moderner Bauweise, das UG teils im Betonponton integriert. Leider rel. nah an der Autobahn, die man fast immer hört. Der trendige Cafe-Teil des Binnenhafens Richtung Müllersmühle ist das auch nicht, das ist ein Stück weiter. Hier sind eher die Gewerbebauten.

Kosten habe ich noch nicht erfragt, ich denke, dass bei 'exklusiven' Neubauten der Preis eh recht hoch sein wird. Für mich kommt nur selbermachen und Container in Frage.

 

 

Vergleiche auch :
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Studentenboot_Zwolle.jpg
http://www.kleusberg.de/iba-dock/iba-dock-film/

Zukunftsforscher Matthias Horx - Flexibilität ist Trumpf

Ich las heute am Bahnhof (danke Bahnhofsbuchhandlung) in der Zeitschrift smarthomes. Das Haus des Zukunftsforschers Matthias Horx http://www.smarthomes.de/objekte/refe...-die-luft/ sieht sehr nach Containern am Hang aus, sind aber keine. Wie auch immer, der Artikel resümiert, dass Flexibilität Trumpf ist.

Genau, was ich sage, man baut ein Haus nicht für jetzt plus 18 (Kinder volljährig), man muß auch danach noch sinnvoll drin leben können. Wie lange werden deutsche Einfamilienhäuser im EG die Küche und lediglich eine Gästetoilette haben, im 1. OG aber keine Kochnische? Und die Kinderetage (Dach) kann nur durchs elterliche Wohnzimmer / Flur betreten werden. Umbauten sind teuer und zeugen von unflexibler Fehlplanung.

Hühner legen ca. 200 Eier im Jahr!

Wenn man schon ungewöhnliche Ideen umsetzt, dann kann man sich ja auch noch mehr öffnen, denke ich grade. Wie ist es mit Tieren im Garten z.B.  Hühnern?

Die Ruhrnachrichten http://www.ruhrnachrichten.de/leben/tiere/berichte/Bio-Eier-Skandal-Huehner-im-eigenen-Garten-halten-So-gehts;art384,1924970 erklären das so schön, wie es geht. Hühner legen ca. 200 Eier im Jahr, nach Wikipedia sogar 250 bis 300! Bingo, das kriegt man ja gar nicht aufgegessen - vielleicht doch Zwerghühner?

Eine Anleitung für ein Hühnerhaus zum Selberbauen gibt es natürlich auch online.

Zeitschrift A&W Architektur und Wohnen

Beim Arzt kann man ja alle möglichen Zeitschriften lesen, so auch die A&W, Architektur und Wohnen.

Die war so spannend, dass ich sie kaum weglegen wollte. Es finden sich dort ganz ungewöhnliche Bauten aber auch Innenausstattungen. Der Schwerpunkt liegt nicht auf Bauanleitungen, sondern auf Design. So auch bei diesem kleinen Haus http://www.awmagazin.de/galerie/minimalistisches-einfamilienhaus-im-gruenen Mir gefiehlen die Hydrauliken, die die Seitenwandlamellen horizontal heben, am besten. Klar, das Haus hat auch sicher sonst noch Vorzeigbares...

Sozialer Wohnungsbau im Ruhrgebiet

Dass es in der Innenstadt Leerstände bei Ladenlokalen gibt, ist sicher vielen bekannt. Dass in Essen und auch Bochum, Duisburg die Einwohnerzahlen deutlich schrumpfen und die Prognose ebenfalls deutlich ins minus geht, ist vielen nicht klar.

http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Essen#Bev.C3.B6lkerungsprognose

http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Duisburg#Bev.C3.B6lkerungsprognose

http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Bochum#Bev.C3.B6lkerungsprognose

Die Einwohnerzahlen sinken, es gibt Leerstände bei Wohnungen. Die Wohnungsvermieter renovieren, um langfristig rentablen Wohnraum zu erhalten. Die Renten sinken, die Zahl der Rentner wächst. Man kann praktisch keine gescheite Wohnung für den Hartz 4-Satz finden.

Unlängst war davon zu hören, dass Mieter ihre Wohnungen nicht mehr bezahlen können und wieder sozialer Wohnungsbau gefördert werden soll. http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/politik/inland/Zahl-der-Sozialwohnungen-drastisch-gesunken;art29862,1723469

Leider ist traditioneller Neubau in Massivbauweise teuer. Wohngemeinschaftsprojekte in Neubauten sind aber in der Regel Massivbauten.

Ich denke, dass genau hier ein Umdenken stattfinden muß. Es gibt andere Bauformen wie  Lehm- oder Strohbau, (modulare) Fertighäuser und sicher noch mehr. Guter und ggf. flexibler Wohnraum zu erschwinglichen Mietpreisen ist nötig, nicht unbedingt sozialer Wohnungsbau.

Kontaktstelle Gemeinschaftliches Wohnen in Essen

In Essen gab es bisher scheinbar nicht so viel städtische Hilfe bei der Koordination von Wohngemeinschaftsprojekten, aber mittlerweile doch eine "neutrale Kontaktstelle Gemeinschaftliches Wohnen" http://www.allbau.de/neue-wohnformen Diese trifft sich regelmäßig zu einem Stammtisch im UPH trifft: http://www.unperfekthaus.de/projekte/kontaktstelle-gemeinschaftliches-wohnen Da will ich mal hin.


So, ich war also da und kann sagen , dass sich die Organisatorinnen viel Mühe geben. Die wichtigste Anspechpartnerin für neue Wohnprojekte in Essen ist eine Dame beim der Allbau. Dort gibt es auch ein Diskussionsforum.

Nächster Termin für den Stammtisch ist Mittwoch, 29.05.2013, 18 Uhr.

Leben auf freien Grundriß

In dem Blogartikel "Leben auf freien Grundriß" wird eine WG in Zürich beschrieben, die praktisch ohne Umbauten eine Fabrikhalle nutzt.

Auf sowas wäre selbst ich nur im Traum gekommen. http://www.architonic.com/de/ntsht/wohnen-auf-freiem-grundriss/7000676 Ich sehe das mal als sehr kreative Umsetzung von Tagträumen. Ich zucke zusammen, wenn ich an die nicht existente Wärmedämmung denke.

Was mir gefällt sind eingezogene Ebenen, schwebende Schlafinseln und die hochziehbare Ebene. Das erinnert mich an vollintegrierte Wohnmobile, die auch im Fahrerbereich das Bett nach unten schwingen oder ein Klappbett / Schrankbett.
Kennt sowas noch jemand? Die Teile sind aus der Mode gekommen, seit selbst jeder Single 50m2 hat, dabei ist die hybride Raumnutzung als Schlaf- und Arbeitszimmer ideal.

Der Gasherd auf einem Fahrgestell, das ist cool. Ich liebe Flexibilität und hatte auch meinen Kleiderschrank auf Rollen, seit ich Laminat verlegt hatte. Alles ist auf Rollen viel praktischer beim Putzen aber auch, um offener für Veränderungen zu sein.

Das sieht alles sehr phantasievoll geheimwerkelt aus. An einen Raum im Raum in Form einer Sprecherkabine oder Übungskabine für Musikinstrumente hatte ich auch mal gedacht.

Mehrgenerationenhaus / Wohngemeinschaft aus Wohncontainern

Etwa 2010 muß das gewesen sein, da habe ich mich gefragt, wie man in Eigentum investieren kann, das mobil ist. Also z. B. ein Mobilheim, wo man sich Decken, Wände, Böden schön zurecht machen kann, ohne dass man es bei Mietende wieder rausreißen muß. Das war mir nämlich passiert und ich hatte die Nase voll.

Mobilheime sind die etwas größeren Wohnwagen (rund 40m2), die fest aufgestellt werden. Leider haben die meist eine sehr niedrige Deckenhöhe. Bei ebay fand ich dann unter Mobilheime auch Wohncontainer bzw. Bürocontainer. Als ich sah, dass die eine Deckenhöhe von 2,5m haben, war die Idee gebohren. Ich wollte ein Mehrgenerationenhaus / Wohngemeinschaft aus Wohncontainern bauen.

Das erzähle ich seit dem vielen Menschen und bekam viel Hinweise, grade von Handwerkern. Es war aber niemand dabei, der sich damit wirklich gut auskannte. Scheinbar wissen nur wenige, wie gut die Idee ist, frei nach dem Motto "wenn das gut wäre, würden es ja alle machen."

Nein, ALLE machen folgendes, sie renovieren ihre eh zu teure Mietbude und reißen alles wieder raus, wenn sie ausziehen. Das muß dann wohl gut sein, denn alle machen es so.

Dabei ist die Nachfrage nach Wohngemeinschaften riesig und wenige Grundrisse sind überhaupt dafür geeignet. Neubauen ist angesagt aber sehr aufwändig. Dennoch, in Dortmund gibt es ein paar gute Beispiele dafür.

Wie auch immer, ich bin auf dem Weg - Neubau, unkonventionell, Wohncontainer.